Prinz hat Urlaubsschein schon unterschrieben

Noch genau zwei Wochen müssen sich die Karnevalsfreunde gedulden. Dann wird im Rahmen der Prunksitzung der neue Stadtprinz proklamiert. Dann werden die Nachfolger von Richard II. (Niehaus) und Hofmarschall Volker Drews dem närrischen Volk im Kolpinghaussaal vorgestellt.

Erfolgsversprechende Namen sind seit Wochen in der Püttstadt in aller Munde. Doch ein Treffer ist bislang noch nicht dabei gewesen, berichten die drei Präsidenten der verantwortlichen Dachgesellschaft „Na, da wären wir ja wieder“ von den ersten abgegebenen Tipps. Zu sicher ist das Prinzen-Geheimnis bislang in Beckum gewahrt geblieben. Und das soll so bleiben, denn das hat eine lange und gute Tradition.

Ebenso geheimnisumwunden war der Auftakt in die närrische Session 1969. Auch da hielten die Verantwortlichen den Namen der Tollität bis zuletzt unter dem berühmten Deckel.

Damals schmetterte der Fanfarenzug „Weiß-Rot“ unter Franz Schweigert den Eröffnungsmarsch. Der Kater und die Narren besetzten die Bühne. Und Präsident Bernd Kampert ging in die Bütt – und das mit Recht. Denn wie er das Narrenschiff des Beckumer Karnevals auf Jungfernfahrt schickte und viele Gäste als „Ehren- und Edelnarren“ an Bord begrüßte und Tollität Josef I. (Prinz), als Käpt’n mit der Führung des Narrenschiffs, das in die hochgehenden Wogen stürmischer Karnevalstage startete, betraute, das war büttenreif und zudem in Vers und Reim vorgetragen. Nachdem der prinzliche Prinz sich an sein Volk gewandt hatte, stand die Bühne Kopf: Die sportliche Prinzengarde „Rot Weiß“ unter dem Kommando von Bubi Hinte und der lautstarke Elferrat bewährter Karnevalisten von der Karnevalsgesellschaft „Ei kike da, Westfalia“ feierten.

Den Elferrat bildeten Bruno Hellweger, „Schank“ Dieckmann, Stefan Stenker, „Menne“ Lehmkühler, „Pennek“ Weischer, Egon Weischer, Erich Schröder, „Hänsken“ Ottenschnitz, „Mäse“ Kruse, „Schmal“ Lehmkühler und „Bänd“ Wiedemann. An der Seite der Tollität stand Hofmarschall Bernhard Stutenbäumer. Unter dem Motto „Närrische außerparlamentarische Oppositions-Fregatte“ rollte ein abwechslungsreiches Programm ab.

Wer wird nun am Samstag, 27. Januar, um 20.11 Uhr im Kolpinghaus-Saal aus der Prinzenkarosse steigen? Darüber wird noch der Mantel des Schweigens gehüllt. Die Präsidenten verraten heute nur so viel: Der Prinz wohnt – wie eigentlich fast immer – irgendwie im Beckumer Süden. Zumindest im Süden des Ortsteils Neubeckum, aus dem der Stadtelferrat aus den Reihen der KG „Wir vom Schienenstrang“ kommt. Seinen Karnevals-Urlaubsschein hat er bereits unterschrieben. Mit dem Prinzen freut sich eine karnevalsbegeisterte Tollitute auf die tollen Tage.

 

 

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