Bei der stimmungsvollen Hoprisit geht es gleich richtig rund

Pünktlich um 19.11 Uhr eröffneten im Hotel Höxberg die Präsidenten Hermann-Josef Korte und Ralf Gailus, die auch durch das abwechslungsreiche Programm führten, die Hoprisit 2020 – übrigens die 21. und die erste Karnevalssitzung im noch jungen Jahr.

Das Programm eröffnete gewohnt schwungvoll das Fanfarencorps Weiß-Rot unter der Leitung von Romann Klann. Danach galt es den langjährigen Präsidenten Erwin Wierer zu verabschieden, der im Jahre 1999 den Närrischen Hofrat gegründet hatte. Sein Nachfolger, der bekannte Karnevalist aus Neubeckum, Ralf Gailus, stellte sich den Narren in Reimen selbst vor.

 

Erster Programmpunkt war die Funkengarde der KG „Außer Rand und Band“, die unter der Federführung von Andrea Holtmann ihr tänzerisches Können zeigte. Erich Schlieper, er geht seit mehr als 40 Jahren in die Bütt, wusste mit seinen Dönekes zu überzeugen, in denen viele Hoprisit-Mitglieder vorkamen, und strapazierte die Lachmuskeln der Narren.

 

Auch wenn Beckum noch keinen neuen Prinzen hat, so zogen doch die drei Präsidenten der Dachgesellschaft zusammen mit dem Kater, den Straßenmusikanten, der Prinzengarde und den Sammel-Clowns in den Saal. Exprinz Ralf von Wallis bekam seinen Orden und seine Mütze vom Präsidenten des Oberhauses, Theo Franzpötter, und Thomas Schmidt überreichte Exhofmarschall Christian Meier die närrischen Insignien.

 

Im Anschluss hielt Anne Deermann eine Laudatio auf die Beckumer Straßenmusikanten, und das haben sie für ihr Engagement im Karneval wahrlich verdient. Was wäre eine Karnevalssitzung ohne Beckums Hofsänger Rainhard Habrock? Neben vielen seiner bekannten Karnevalslieder stellte er zum Finale das neue Sessionslied „Wir gehören zusammen“ vor.

 

Propst Rainer B. Irmgedruth ging wieder als Nachtwächter von St. Stephanus in die Bütt und begeisterte mit seinen Versen über die „Beckumer Anschläge“. Er bekam dafür stehende Ovationen.

 

Das Männerballett der KG „Außer Rand und Band“, es war ihr erster, aber sicher nicht ihr letzter Auftritt auf der Hoprisit, hatte sich eine tolle und sehenswerte Choreografie einfallen lassen. Die „Drei Schlawiner“, Norbert Niehüser, Rolf Brinkmann und Hans Lehrke, liefen mit ihren Liedern und Versen zur Höchstform auf. Auch das Karnevalsmotto nahmen sie auf die Schippe. Nach mehreren Zugaben wurden sie aus der Bütt entlassen.

 

Das Finale bestritt „Die Alte Beckumer Stadtwache“ mit ihrem Tanzmariechen Jule Dreisewert, Spaßoffizier Christoph Lehrke und Tambormajor sowie Ex-Prinz Thomas Schmidt. Sie brachten den Saal dann noch einmal zum Beben.

 

Bericht und Bilder : Bernd Fernkorn