Portrait Hofmarschall

„Ich musste mich erstmal setzen“, erinnert sich Klaus Langhorst. Denn auch er bekommt eines Abend einen Anruf. Dieses Mal am Hörer: Wolfgang Krogmeier. „Angerufen hat er natürlich zum ungünstigsten Zeitpunkt“, sagt der frischgebackene Hofmarschall lachend.Denn seine Tochter Sophie Maryse nimmt den Anruf entgegen. Und in der Püttstadt weiß jedes Kind: Wenn einer der Präsidenten anruft, dann führen sie etwas im Schilde. „Wirst du Hofmarschall?“, fragt die 15-Jährige also sofort und ohne Umschweife. „Die hat sofort geschaltet“, sagt der Beckumer lachend. Hat er denn die Frage, ob er Hofmarschall werden will, sofort mit einem Ja beantwortet? „Ich habe drei Stunden später zurückgerufen“, gesteht er.

„So eine Frage bekommt man nicht alle Jahre gestellt“, betont der 52-Jährige. Obwohl er im Beckumer Karneval schon lange eine wichtige Rolle einnimmt, ist diese Aufgabe etwas Neues für ihn. Seit 25 Jahren ist Klaus Langhorst in der Prinzengarde „Rot-Weiß“ aktiv. Die wird in dieser Session also ohne ihn auskommen müssen. Wolfgang Krogmeier sieht für den frischgebackenen Hofmarschall aber einen klaren Vorteil: „Das wird das einzige Jahr sein, in dem dir die Jungs die Jacke an- und ausziehen werden.“

„Es wird für mich ein ganz neuer Karneval sein, viel aufregender“, sagt Klaus Langhorst lächelnd. Worauf er sich in seiner Rolle als Hofmarschall an der Seite seines guten Freundes Thomas II. besonders freut, weiß er schon jetzt: „Der Rosenmontagsumzug ist immer ein Highlight. Und man trifft meistens nur fröhliche Menschen im Karneval“, erklärt er.

Zur Person

Hofmarschall Klaus Langhorst wurde am 12. April 1967 in Beckum geboren. Mit seiner Ehefrau Birgit Schulze zur Hörst hat er zwei Kinder, die 15-jährige Sophie Maryse und den elfjährigen Florian. Er ist Stellvertretender Abteilungsleiter in der Plattenfabrik und Stanzerei der Firma Eternit in Neubeckum.

Seit 1994 ist Langhorst Mitglied in der Prinzengarde „Rot-Weiß“, seit 2006 gehört er der KG „Außer Rand und Band“ und seit 2014 der KG „Uns geht die Sonne nicht unter“ an. In letzterer war er im Jahr 2016 Mundschenk. Nette Anekdote: Seine Frau Birgit lernte er an Weiberfastnacht kennen.

Bericht: Die Glocke, Jessica Wille