Hofrat

"Närrisches Unterhaus" neue Gemeinschaft der Hofmarschälle

(Die Glocke, 06.11.1999, ruk) Als vor 34 Jahren unter der närrischen Dachgesellschaft "Na, da wären wir ja wieder" das heute im Karnevalstreiben der Püttstadt nicht mehr wegzudenkende "Närrische Oberhaus" gegründet wurde, hatten alle ehemaligen Stadtprinzen eine Auffanggemeinschaft gefunden und fielen somit am Ende ihrer Session nicht mehr in ein Loch der närrischen Abstinenz. Das Jahr 1965 nimmt seitdem in den Rumskedi-Annalen eine Sonderstellung ein.

Eine Sonderstellung wird nun auch 1999 als letztes Jahr dieses Jahrtausends und als Gründungsjahr des "Närrischen Hofrates" erhalten. Als Initiator dieser längst überfälligen Vereinigung ehemaliger Hofmarschälle zeichnet kein Geringerer als der Ehrenpräsident der Dachgesellschaft verantwortlich. Schon seit Jahren hat es Erwin Wierer in seiner Präsidentenzeit immer wieder unangenehm bedrückt, wenn sich die Hofmarschälle des Prinzen am Sessionsende von der Narrenbühne verabschiedeten. Es war der 10. Februar 1999, als sich fast alle ehemaligen Hofmarschälle in Hause "Stiefel"-Jürgens vereinten und gespannt den Ausführungen ihres Vereinsgründers folgten. Niemand war unentschuldigt ferngeblieben. "Stiefel"-Jürgens wurde das Vereinslokal. Nach Festsetzung von Vereinssatzung und Beitrag, Beschlussfassung über Organisationsfragen und Aktivitäten kam es zur Wahl der Vorstandsmitglieder, nachdem man sich über die Namensgebung einig geworden war. "Der Närrische Hofrat" fand in Erwin Wierer und Klaus Schulte seine Präsidenten im Doppelpack. Schriftführer Ulrich Wenning und Schatzmeister Gerd Prinz sowie die Kassenprüfer Helmut Haverkemper und Richard Franz wurden Ihnen zur Seite gestellt. Mitglieder sind alle ehemaligen Hofmarschälle der Stadtprinzen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit verdiente Karnevalisten als Mitglieder im "NÄRRISCHEN HOFRAT" aufzunehmen. Der Mittwoch vor Weiberkarneval wurde als fester jährlicher Versammlungstermin im Vereinslokal "Stiefel-Jürgens" festgelegt. An ihren in dezenten Farben gehaltenen Narrenkappen mit eingearbeiteter Jahreszahl der Hofmarschallsdienste, schicker Samtfliege und edlem Seideneinstecktuch wird man die Ehemaligen während der närrischen Tage kaum übersehen können. Zudem sind sie stolze Träger eines wunderschönen Ordens, entworfen und gestiftet von Heinz-Josef Dinter, mit Katersymbol und Stadtwappen auf drehbarer, vertikaler Achse.

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