Portrait des Prinzen

Stadtprinz Egbert I. Wißling

 

Egbert I. (Wißling), der neue Beckumer Stadtprinz, ist ein fröhlicher und positiv denkender Mensch, der sich an vielen Stellen in seiner Heimatstadt beruflich und ehrenamtlich engagiert. Neben dem Karneval hat das Schützenwesen für ihn einen hohen Stellenwert. Seit mehr als 30 Jahren gehört er dem Schützenverein Werse an, davon zwölf Jahre als Leutnant und aktuell als Oberleutnant. 2011 ist er in der Throngesellschaft von König Elmar Samson und Königin Hedwig Post dabei. Zu dem Bürgerschützenverein Neubeckum gehört er seit 2009, als er mit dem Königspaar Reinhard und Marlies Tentrup auf dem Thron ist. Mitglied ist der Prinz natürlich auch im Hegering Beckum und im Landwirtschaftlichen Ortsverein.

 

Das große Hobby der neuen Tollität sind seine Familie und der Beruf. Mit Ehefrau und Kindern stehen Radfahren, Wasserski oder Schittschuhlaufen an. Außerdem reisen sie zusammen zu interessanten Zielen im In- und Ausland. Zum Jagen geht es für die Tollität in die heimatlichen Reviere.

 

Doppelkopf wird in einer tollen Kartenrunde bei Elmar Samson gespielt. Und die regelmäßigen Kegeltreffen von „Alle 8ung“, mit acht befreundeten Paaren, dazu gehören auch Hofmarschall Ingo Rieping  und seine Partnerin Karin Burtzlaff, dürfen ebenso wenig fehlen wie die Abende mit dem Männerkegelclub „Oh Gott, oh Gott“.

 

Der neue Stadtprinz trifft sich regelmäßig mit seinen Elferratsfreunden aus der Session 2015 zum Stammtisch. Gerne macht er bei der Bundesligatipprunde U13 mit, auch hier ist sein Freund und Hofmarschall Ingo dabei. Hier freut er sich immer auf den jährlichen Saisonabschluss und denkt auch an viele gelungene Männertouren gerne zurück.

 

Jetzt werden alle Aktivitäten ruhen müssen, denn ab sofort gibt es für Egbert I. und seine Familie nur noch den Beckumer Karneval. Gemeinsam mit Hofmarschall Ingo Rieping und dem vom „Schienenstrang“ gestellten Stadtelferrat geht’s mit Volldampf in den Karneval. (Kro)

 

Zur Person

Beckum (gl). Er ist in der Püttstadt geboren und hat nicht nur als Landwirt echte Bodenhaftung. Mit seiner Familie lebt und arbeitet er auf dem 2007 übernommenen elterlichen Hof. Er ist ganz fest in seiner Heimatstadt verbunden. Egbert Wißling ist ein waschechter Beckumer Junge, der jetzt als Stadtprinz Egbert I. die Püttstadt regiert.

 

Geboren wird Egbert Wißling am 20. Oktober 1970 als Sohn von Alfons und Irmgard Wißling geborene Kügeler in Beckum. Aufgewachsen ist er auf dem Hof an der Geißlerstraße 11 mit vier Schwestern: Karin (48 Jahre), Annette (43), Stefanie (41, heute Hachmann) und Margit (39, Plagge).

 

Der Prinz besucht zunächst von 1977 bis1981 die Roland-Grundschule. 1987 macht er seinen Schulabschluss an der Städtischen Realschule. Es folgt von 1987 bis 1989 eine Ausbildung zum Landwirt in Albersloh und Hoetmar sowie 1990 ein Auslandspraktikum in der Bretagne. Von 1991 bis 1992 besucht er die Höhere Landbauschule in Warendorf, ehe von 1993 der Zivildienst beim Betriebshilfsdienst ansteht.

 

Nach der Ausbildung ist der heutige Stadtprinz im elterlichen Betrieb beschäftigt, ab 1995 durch die Zupachtung eines Hofs selbstständig. 2007 übernimmt er die Leitung des elterlichen Hofs von Vater Alfons. Seitdem hat er den Stammbetrieb im Bereich des Ackerbaus und der Schweinezucht durch die Zupachtung weiterer Betriebsstätten mit Schweineaufzucht regelmäßig erweitert. Im Jahr 2006 baute er zudem eine Biogasanlage. Heute führt er den Hof mit sieben Mitarbeitern und drei Auszubildenden.

 

Seit 2015 ist Egbert Wißling Gesellschafter und gemeinsam mit Benedikt Sprenker Geschäftsführer der Firma Wersewind Beckum, die zurzeit vier Windkraftanlagen baut. Aufsichtsratsmitglied der Raiffeisen Beckum eG ist er seit 1995, Mitglied im Vorstand seit 2009 und ehrenamtlicher Aufsichtsratsvorsitzender seit 2014, seit diesem Jahr auch Aufsichtsratsmitglied der Westfleisch Finanz AG.

 

Verheiratet ist der Stadtprinz seit 11. Juni 1999 mit Ehefrau Christina geborene Hölscher.  Die 44-Jährige ist als gelernte Sozialversicherungsfachangestellte tätig. Zur Familie gehören drei Kinder. Sohn Jonas ist 16 Jahre und besucht die zehnte Klasse der Gesamtschule Neubeckum. Tochter Annika (14 Jahre) ist in der achten Klasse auf dem Kopernikus-Gymnasium in Neubeckum. Tochter Henrike (9) besucht die vierte Klasse der Bodelschwingh-Schule.

 

Für Familie und Firma bleibt Egbert I. (Wißling) vorläufig aber nur noch wenig Zeit, denn er regiert seit Samstag als Stadtprinz die Püttstadt gemeinsam mit Hofmarschall Dr. Ingo Rieping und dem vom „Schienenstrang“ gestellten Stadtelferrat nach dem Motto der Session: „Beckum – mit Volldampf in den Karneval“.

 

Mit Volldampf in den Karneval

Von unserem Redaktionsmitglied

WOLFGANG KROGMEIER

Beckum (gl). „Beckum – mit Volldampf in den Karneval!“, unter diesem Motto wird die närrischen Session 2018 in der Püttstadt gefeiert. Und dieses Motto passt wie die berüchtigte Faust aufs Auge – und das ganz besonders zum neuen Stadtprinzen. Mit Volldampf startet dieser Mann in den Karneval - und mit Volldampf steht er in Beruf und Ehrenamt in der ersten Reihe. Für Prinz Egbert I. (Wißling), der am Samstagabend in der westfälischen Karnevalshochburg Beckum, die Regentschaft übernommen hat, gibt es keine halben Sachen. Und genauso wird er bis zum Aschermittwoch unter Volldampf seine Heimatstadt regieren.

 

Der heimische Karneval spielt im Leben der neuen Tollität schon von Kindesbeinen an eine große Rolle. „Schon als Kind bin ich mit meinen Eltern begeistert zum Rosenmontagszug gegangen, natürlich kostümiert“, erinnert sich Egbert Wißling, „schon da habe ich geträumt, einmal Prinz zu sein.“  Als Zehnjähriger ist er mit dem Vater im närrischen Treiben unterwegs, später als Jugendlicher bei den legendären Kostümbällen der „KaKaJuLe“, des Turnvereins und der Landwirte, da auch manchmal auf der Bühne –er ist vom Karnevalsbazillus angesteckt.

Schon 1999 wird Egbert I. Mitglied in der KG „Wir vom Wersetal“ und ist dort in den Anfangsjahren aktiver Wagenbauer. „Drei weiße Tauben“, das Motto des ersten von ihm mitgestalteten Prunkwagens hat er bis heute nicht vergessen. Ob auf einem Wagen oder in der Fußgruppe, er erfährt, was Karneval in Beckum wirklich bedeutet. Noch heute rollt ein von ihm gestellter Traktor im Umzug mit und zieht den „Sonne“-Wagen durch die närrischen Straßen der Stadt.

 

 

Im Jahr 2015 die nächste Etappe: Egbert Wißling ist Mitglied im vom Schützenverein Werse gestellten Stadtelferrat und der Dachgesellschaft „Na, da wären wir ja wieder“. „Wir hatten eine Superstimmung in der ganzen Truppe“, denkt er gerne an diese Zeit mit Prinz Kai-Uwe Knapheide und Hofmarschall Michael Runge zurück.

 

Der Karneval hat im Leben des neuen Stadtprinzen immer im Blickpunkt gestanden.  Ungezählte Male hat er den Rosenmontagszug miterlebt und davon geträumt, einmal selbst auf dem Prinzenwagen zustehen. So ist für den waschechten Beckum sofort klar, was es zu bedeuten hat, wenn die drei Präsidenten  der Dachgesellschaft „Na, da wären wir ja wieder“,  vor seiner Tür stehen und schellen. Es ist der 2. August, als ihm 179 Tage vor seiner Proklamation die alles entscheidende Prinzen-Frage gestellt wird.  Wie aus der Pistole geschossen gibt es die Antwort: ein klares „Ja“. Ehefrau Christina ist sofort begeistert, und so fiebert die Familie Wißling über Monate der Prunksitzung entgegen.

 

Das prinzliche Geheimnis bleibt in all den Wochen wieder bestens gewahrt, da rutschten auch in den gewöhnlich bestinformierten Kreisen keine Informationen durch, auch wenn es beim „Glocke“-Prinzenraten wieder gute Informationen gibt. Erst an den letzten Tagen vor der Proklamation steht der richtige Name beim Prinzenraten im Hotel Samson erstmals auf dem Ratezettel.

 

 

 

Nach dem Sessionsmotto „Beckum – Mit Volldampf in den Karneval“ regiert Prinz Egbert I. (Wißling)  jetzt die Narrenschar in der Karnevalshochburg Beckum. An seiner Seite steht als Hofmarschall sein Jugendfreund und Weggefährte Dr. Ingo Rieping. Bei ihrer Dampffahrt durch die närrischen Wogen können die Beiden sich auf einen tollen Stadtelferrat freuen, der von der Neubeckumer Karnevalsgesellschaft „Wir vom Schienenstrang“ gestellt wird. Da sind doch freie Fahrt und Volldampf vorprogrammiert.